Eine Menschheitsfamilie: Interreligiöse Feier bei den Internationalen UN-Wochen gegen Rassismus

Interreligiöse Feier im Frankfurter Dom mit Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedensten Religionsgemeinschaften. Credits: Rat der Sikhi

Menschenwürde schützen: Internationalen Wochen gegen Rassismus 2025

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus setzen sich für ein menschliches Miteinander und Solidarität ein. Auch neun Religionen beteiligen sich an dem Programm, unter anderem mit interreligiösen Feiern. Es könne kein besseres Motto als “Menschenwürde schützen” geben, sagte die Frankfurter Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg vor der bundesweiten Eröffnung der UN-Wochen in Frankfurt am Main. Auf dem Programm stehen insgesamt 5.000 Veranstaltungen in ganz Deutschland, darunter über 2.000 religiöse Feiern.

Der Internationale Tag gegen Rassismus erinnert an das Massaker von Sharpeville in Südafrika: Bei einer Protestaktion gegen die diskriminierenden Passgesetze des Apartheidsystems am 21. März 1960 wurden 69 Menschen von der Polizei erschossen. Die Vereinten Nationalen haben den Jahrestag des Massakers offiziell zum Internationalen Tag zur Überwindung von Rassismus erklärt. Viele Länder beteiligen sich seither daran mit großem Einsatz. In Deutschland wird der UN-Tag seit 30 Jahren begangen und bundesweit von der Stiftung für Rassismus koordiniert. Dabei spielen religiöse Feiern eine wichtige Rolle.

Interreligiöse Feier im Frankfurter Dom

Am Sonntag, den 23. März 2025 fand eine interreligiöse Feier im Frankfurter Dom statt. Die Gäste wurden begrüßt von Michael Thurn, dem Leiter der Stadtkirche. Dann folgte ein katholischer Gottesdienst sowie kurze Beiträge, auch aus den verschiedenen Religionen. Es sprachen:

  • Staatssekretärin Katrin Hechler, Hessisches Integrationsministerium

  • Daniel Neumann, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen und Mitglied im Präsidium des Zentralrates der Juden in Deutschland

  • Abdassamad El Yazidi, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland

  • Ihsan Dilber, Vorsitzender der Alevitischen Gemeinden in Hessen

  • Nura Froemel, Vorsitzende des Rates der Religionen Frankfurt und Bahai-Gemeinde

  • Anjali George, Mitglied im Rat der Religionen Frankfurt und Vishwahindu Parishad e.V.

  • Claus Herboth, Vorstandsmitglied der Deutschen Buddhistischen Union

  • Dr. Irfan Ortac, Vorsitzender des Zentralrates der Eziden in Deutschland

  • Gurlal Singh, Rat der Sikhi

Inspiration aus den Weisheiten der Sikhi für ein menschliches Miteinander

Inspiriert von zeitlosen Weisheiten, die im Herzen des Lebenswegs der Sikhi stehen, möchte ich folgende Einsichten mit euch teilen:

Wir alle stammen aus einer spirituellen Urquelle - und gleichzeitig ist jeder von uns ein wunderschönes, einzigartiges Individuum. Lasst uns gemeinsam lernen und jeden Menschen als gleichwürdig annehmen.

Wir haben die Wahl: Konzentriere ich mich auf das, was uns verbindet oder das, was uns trennt? Versuche ich mein Gegenüber im Herzen kennenzulernen oder urteile ich anhand dessen, was ich oberflächlich sehe?

Unser Zusammenkommen ist Inspiration dafür, dass wir uns bewusster auf das Schöne im Leben und in unseren Mitmenschen einlassen. Liebe, Respekt, Mitgefühl - die Fähigkeit sich in den anderen hineinzuversetzen, dies sind die Tugenden, die uns als Menschenfamilie einen.

Maanas Ki Jaati Sabhai Ekai Paihechaanbo!

ਹਿੰਦੂ ਤੁਰਕ ਕੋਊ ਰਾਫਜੀ ਇਮਾਮ ਸਾਫੀ ਮਾਨਸ ਕੀ ਜਾਤਿ ਸਬੈ ਏਕੈ ਪਹਿਚਾਨਬੋ ॥ DG, 14

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.

Weitere Informationen finden sich unter Stiftung gegen Rassismus.

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